Kryptopyrrolurie bei Kindern – Wie die Erkenntnis helfen kann

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Das Wort „Krypto“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „versteckt“. Leider macht die Stoffwechselstörung Kryptopyrrolurie (KPU) ihrem Namen alle Ehre. Viele erkennen es in der Praxis häufig nicht oder belächeln es sogar. Dies liegt einerseits an unspezifischen Symptomen. Und andererseits daran, dass diese Krankheit unter Ärzten und Heilpraktikern noch sehr unbekannt ist.

Unfassbar, denn durch frühzeitige Erkennung und Behandlung ist Kryptopyrrolurie eigentlich leicht in den Griff zu bekommen. Gerade bei Kindern kann frühzeitig eine erfolgreiche Behandlung erfolgen – und ist bei entsprechender Diagnose sogar sehr wahrscheinlich. Es ist fatal, dass diese Krankheit so häufig verkannt oder unter den Tisch gekehrt wird. Aus diesem Grund muss Aufklärungsarbeit geleistet und Betroffenen geholfen werden, um die Störung frühzeitig zu erkennen und zu heilen.

Kryptopyrrolurie bei Kindern – Was ist das?

Der korrekte Name der Krankheit lautet Hämopyrrollaktamurie (HPU), da bei Patienten der Hämoglobin-Stoffwechsel gestört ist. Zehn Prozent der Menschen sind schätzungsweise davon betroffen. Wobei die Ursachen oft genetisch, aber auch ohne familiären Hintergrund auftreten können.Doch was ist die Kryptopyrrolurie denn nun genau? Es handelt sich um eine Störung des Pyrrol-Stoffwechsels. Pyrrole sind Bestandteile des roten Blutfarbstoffes, des Hämoglobins. Sie werden normalerweise über den Stuhl ausgeschieden. Bei einer Störung sammeln sich die giftigen Pyrrole jedoch vermehrt im Organismus an. Sie überlasten die Galle und und müssen dadurch zusätzlich über den Urin abgegeben werden. Klingt zuerst einmal harmlos. Doch durch die Ausscheidung über den Urin müssen Zink, Vitamin B6, Mangan, Magnesium und Chrom gebunden werden, um die toxische Wirkung der Pyrrole aufzulösen. Diese lebenswichtigen Nährstoffe gehen dem Körper so verloren. Das Schlimme daran: der entstehende Mangel kann nun nicht mehr über die normale Nahrungsaufnahme gedeckt werden.

Besonders in Situationen von Stress haben Patienten häufig mit einer vermehrten Ausscheidung dieser Stoffe zu kämpfen. Die Folge: Mängel, die eine Vielzahl an Symptomen hervorrufen. Besonders Vitamin B6 und Zink sind an lebenswichtigen Prozessen im Körper beteiligt und werden zu Neurotransmittern, also Botenstoffen umgewandelt. Diese sind für eine effektive Hirntätigkeit, wie Konzentration und Ausdauer verantwortlich.

Es gibt viele ADHS-Kinder, die von Kryptopyrrolurie betroffen sind. Bei einem Mangel der genannten Vitamine, Mineral- und Nährstoffe können sich Symptome von ADS und ADHS, wie Hyperaktivität, Aggressivität, Impulsivität und Konzentrationsschwäche verstärken. KPU-Kinder speichern mehr Umweltgifte im Körper. Sie reagieren viel sensibler auf psychische Einflüsse und sind so häufiger von anderen akuten und chronischen Erkrankungen betroffen.Ein Teufelskreis, den es unbedingt zu durchbrechen gilt.

Symptome von Kryptopyrrolurie bei Kindern

Wie sicher klar wird, sind die Symptome von KPU-Kindern sehr unterschiedlich. Nicht nur der Stoffwechsel ist betroffen, sondern auch das Immunsystem, das zentrale Nervensystem und der Hormonhaushalt. Ein typisches KPU-Kind ist Anna, 8 Jahre alt. Sie ist clever, pfiffig und intelligent. Sie hinterfragt und wägt ab. Doch in der Schule kann sie sich sehr schwer konzentrieren und setzt ihre Fähigkeiten nur begrenzt ein. Nach der Schule ist sie müde, schlapp, antriebslos und erschöpft. Sie macht schon fast einen traurigen Eindruck. Am liebsten möchte sie dann nur noch schlafen und sich in ihrem Zimmer verkriechen.

Doch Anna muss die Hausaufgaben noch erledigen und ein paar soziale Kontakte würden ihr sicher auch gut tun. Doch andere Kinder lachen Anna aus, da ihre Feinmotorik gestört ist. Sie bewegt sich merkwürdig. Außerdem wirkt sie oberflächlich und hört kaum zu. Papa sagt: sie ist einfach eine Träumerin, die dem Chaos der Welt entfliehen will. Doch Mama hat Angst um sie: sie steht unter Stress, ist ständig erkältet, lustlos, hat keine Freunde und versagt in der Schule, was die anderen Mütter ihr anlasten. Anna wird sogar als „Problemkind“ bezeichnet. Ihre Sprachentwicklung ist verzögert und ihr fehlen ständig die Worte. Mit Ergotherapie und Nachhilfe haben ihre Eltern es schon versucht. Doch Anna zieht sich zurück, vertraut ihrem Können selbst nicht. Konflikte in der Familie sind so vorprogrammiert.

Bei einem Arztbesuch schiebt der Doktor Annas Verhalten auf Leistungsdruck und psychische Probleme. Will ihr sogar Psychopharmaka mit einer endlos langen Liste an Nebenwirkungen verschreiben. Zum Glück ziehen Annas Eltern hier einen Schlussstrich und suchen eine Heilpraktikerin auf. Kommt Ihnen so etwas bekannt vor? Dann sollten bei Ihnen die Alarmglocken läuten, denn es könnte sich um Kryptopyrrolurie handeln

Leidet Ihr Kind zusätztlich an einem oder mehreren der folgenden Symptome:

  • Häufige Infektionen (Erkältungen, Mittelohrentzündungen, Blasenentzündungen)
  • Allergien (Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Heuschnupfen)
  • Hyperaktivität und Unruhe
  • Aufmerksamkeitsdefizit (ADS und ADHS)
  • Licht- und Geräuschempfindlichkeit
  • Kopfschmerzen
  • Mundgeruch
  • Blutarmut (schnelle Bildung blauer Flecken)
  • Blässe im Gesicht, Augenringe, sonnenempfindliche Haut
  • Schlechte Zähne, Zahnschmerzen
  • Schlechtes Gedächtnis
  • Bauchschmerzen, Blähungen, Magen-Darm-Beschwerden
  • Knochen-, Wachstums- und Muskelschmerzen
  • Lernstörungen, Konzentrationsschwäche
  • Wahrnehmungsstörungen
  • Niedriges Selbstwertgefühl
  • Soziophobie
  • Depressive Verstimmungen (Weinen, Trauer, Weltschmerz)
  • Verhaltensauffälligkeiten
  • Müdigkeit, Trägheit, Nervöse Erschöpfung
  • Aggression
  • Angstzustände
  • Emotionale Schwankungen
  • Nervosität
  • Schlafstörungen, fehlende Traumerinnerung
  • Blockaden der Wirbelsäule (Rückenschmerzen)
  • Koordinationsschwierigkeiten, stereotype Bewegungen

Wie Sie sehen, sind die Symptome sehr diffus und vielfältig. Doch eines wird definitiv klar: Kryptopyrrolurie beeinträchtigt die Lebensqualität in hohem Maße. Besonders Kinder, die soziale Kontakte, spaßige Erlebnisse und konzentriertes Lernen für ihre Entwicklung benötigen, werden durch KPU gehemmt. Dies hat sehr einschlägige Folgen auf Körper und Seele – auch bei der Familie, die sich oft nicht zu helfen weiß. Da die Symptome sehr unspezifisch sind, wird KPU sehr oft als psychische Krankheit abgestempelt oder überhaupt nicht erkannt und erst genommen.

Wie kann Kryptopyrrolurie diagnostiziert werden?

Wenn es dann doch soweit ist, dass Kryptopyrrolurie von Ärzten oder Therapeuten vermutet wird, untersuchen diese, ob eine solche Störung überhaupt wahrscheinlich ist. Das geschieht in einem HPU-Test mittels Fragebogen. Anschließend testen sie das Kryptopyrrol im Urin. In einer Urinprobe erkennt man, ob und in welchem Maß Pyrrole im Urin ausgeschieden werden. Außerdem können so weitere Stoffwechselstörungen, wie Erkrankungen der Schilddrüse ausgeschlossen werden. Zusätzlich sollten Sie die Darmfunktionen Ihres Sprösslings abklären lassen, da auch dies eine Störung der Nahrungsaufnahme zur Folge haben kann. Bestehen Sie auch auf eine Blutuntersuchung, welche Mangelerscheinungen bestätigen und quantifizieren kann.

Wie wird Kryptopyrrolurie behandelt?

Die Vor- und Nachteile von einer medikamentösen Therapie sind für Laien leider oft nicht nachvollziehbar. Daher sei Ihnen zu besonderer Achtsamkeit geraten. Da KPU oft als psychische Störung verkannt wird, verschreiben Ärzte nicht selten Psychopharmaka, wie Methylphenidat, welches die Freisetzung von Domamin stimuliert. Tendieren Sie jedoch viel eher zu einer Substitution der fehlenden Mikronährstoffe, Vitamine und Mineralien im Körper. In hochdosierter Form wird die körpereigene Entgiftung wieder angeregt. Neurotransmitter werden im Gehirn hergestellt und so erneut Synapsen gebildet.

Ein Beispiel:

Pyridoxal-5-Phosphat ist die aktive Form von Vitamin B6. Es gleicht die enzymatische Störung im Organismus aus. Das Nahrungsergänzungsmittel trägt zu einem normalen Hormonstoffwechsel im menschlichen Körper bei, verringert Müdigkeit, regt den Energiestoffwechsel an und stärkt das Immunsystem. Der Vitamin B6 Mangel wird so bekämpft und der psychische Stress verringert.

Kinder haben noch nicht so viele Folgesymptome, wodurch eine erfolgreiche Behandlung sehr wahrscheinlich ist. Doch haben Sie etwas Geduld. Die ersten Zeichen der Regeneration werden Sie wohl erst nach rund sechs Monaten erkennen. Zusätzlich empfiehlt sich eine Ernährungsumstellung. Zwar kann eine gesunde Ernährung die erheblichen Mangelerscheinungen nicht gänzlich ausgleichen, doch hochwertige und frische Lebensmittel sowie viel Wasser sind an lebenswichtigen Funktionen des Organismus beteiligt. So ist Zink am Aufbau von über 200 Hormonen und Enzymen involviert. Es ist für lebensnotwendige Stoffwechselprozesse verantwortlich, wirkt als Antioxidans und schützt unsere Zellen. Rissige Lippen, struppige Haare, Gelenkschmerzen und Haarausfall können auf einen Zinkmangel hindeuten. Eine zinkreiche Ernährung mit Haferflocken, Nüssen und Linsen kann wahre Wunder bewirken.

Auch Vitamin B6 ist als Co-Enzym an unzähligen Stoffwechselprozessen beteiligt. Ein Mangel kann Morgenübelkeit, Konzentrationsstörungen, eine schlechte Merkfähigkeit und Kopfschmerzen auslösen. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Nüssen und Fisch beugt einem weitreichendem Mangel vor. Auch ein Mangel an Mangan kann sehr ausschlaggebende Folgen haben. Er führt zu einer erhöhten Infektanfälligkeit, eingeschränkter Entgiftungsfähigkeit und Blutgerinnungsstörungen. Sie sollten daher auf eine ausreichende Menge Hülsenfrüchte, Nüsse und Getreide im Alltag Wert legen.

„Eurer Nahrungsmittel seien eure Heilmittel und eure Heilmittel seien Nahrungsmittel“, sagte schon Hippokrates.

So können Ihnen Experten weiterhelfen

Die Krankheitsbilder von Kryptopyrrolurie sind so vielfältig, dass jedes Kind eine individuelle Therapie benötigt. Suchen Sie daher Experten in diesem Bereich auf, die den Leidensweg Ihres Sprösslings verkürzen können. Setzen sie auf zertifizierte Therapeuten mit nachweisbarer Erfahrung, die neben der schulmedizinischen Betreuung auch naturheilkundliche Ansätze einbringen können. Hier empfiehlt sich beispielsweise traditionelle chinesische Medizin durch Akupunktur, Kräuterheilkunde und Qi Gong. Solche Methoden können auf die Konzentration und die Ausgeglichenheit Ihres Kindes Einfluss nehmen. Doch keine Sorge. Speziell für junge Patienten werden dabei häufig sehr feine Nadeln, Seeds (Akupressur-Samen) oder Softlaser beutzt. So kann man der Empfindsamkeit von Kindern gerecht werden.

Außerdem ist es sinnvoll, Hilfe bei der Ernährungsumstellung anzunehmen und sich erklären zu lassen, welche Nahrungsmittel Sie in der Familie besonders häufig zu sich nehmen sollten.

Vertrauen Sie sich einem Experten an, der die Sorge betroffener Familien nachvollziehen kann und einschlägige Erfahrungen mit KPU in die Behandlung einbringen kann. Lassen Sie sich Tipps für das soziale Zusammenleben geben und äußern Sie individuelle Wünsche – damit Ihr Familien-Leben wieder lebenswert wird. Die Kombination aus schulmedizinischen und naturheilkundlichen Ansätzen ist ein guter Weg, KPU-Kindern zu helfen. Denn es gibt nicht die EINE Therapie. Jedes Kind ist unterschiedlich und so auch die Therapie-Ansätze.

Wenn Sie sich gerne an mich. Ich helfe Ihnen ganz individuell weiter und helfen Ihnen und Ihrem Kind auf der Weg der Besserung.

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